Gezeichnete Burg

Im Königreich Klauspommern: Buchstabeneinführung K

Es waren einmal ein König und eine Königin. Sie lebten in dem Königreich Klauspommern. Der König hieß Karl und seine Frau, die Königin, wurde Karla genannt. Das K war ein sehr wichtiger Buchstabe in Klauspommern, da alle Könige und Königinnen immer einen Namen hatten, der mit K begann. So bekamen auch alle Kinder in Klauspommern einen Namen mit K.

Die Bäckereien in Klauspommern verkauften statt Brötchen Kringel, die Gemüsehändler hatten immer Karotten, Kohlrabi und Kartoffeln im Angebot und auf dem Brot aßen die Klauspommer am liebsten Käse. In allen Gärten des Königsreichs wuchs ein Kirschbaum und jedes Haus hatte mindestens einen Kamin. Die Lieblingstiere der Klauspommer waren Katzen, Kühe und Kaninchen.

Wenn der König und die Königin aus ihrem Schloss kamen und in die Stadt wollten, so ritten sie auf Kamelen. Dann fingen alle Menschen in Klauspommern an zu klatschen warfen mit Konfetti. Der erste Buchstabe, den alle Kinder in der Schule lernten, war natürlich das k.

Eines Tages kam ein Zauberer nach Klauspommern. Dieser Zauberer hasste das K. Und wisst ihr, warum? Weil er es nicht schreiben konnte. Er war krank gewesen, als es in der Schule an der Reihe gewesen war. Deswegen mochte er alle Wörter mit K nicht. Als er nun durch Klauspommern lief und all die Kringel, Kartoffeln, Karotten, Kamele, Kaninchen, Kühe, Katzen und Kirschbäume sah, wurde er furchtbar wütend. „Hier wimmelt es ja nur so von K!“ rief er. „Das kann ich nicht ertragen!“ Und er zog seinen Zauberstab und sprach: „Schlangenbein und Krötendreck, jedes K das ist jetzt weg! Hokus, pokus, fidibus, mit jedem k da ist jetzt Schluss! Ene, mene, 1,2,3 mit dem K ist es vorbei!“ Und kaum hatte er das gesagt, war jedes K aus Klauspommern verschwunden. Da erschraken die Leute sehr. Auf einmal hatten sie nur noch einen Önig und eine Önigin in ihrem Önigreich. Und das schlimmste war: Sie lebten nun in Lauspommern! Der Önig hieß nun Arl und seine Önigin Arla. Und auch die alle anderen Menschen hatten nun keine Namen mit k mehr, und die Kinder hießen plötzlich Inder.

In den Bäckerein gab es nur noch Ringel und die Gemüsehändler verkauften Arotten, Ohlrabi und Artoffeln. Auf ihr Brot konnten die Lauspommer nur noch Äse tun statt Käse. In den Gärten wuchsen Irschbäume und das Feuer prasselte im Amin. Und als Haustiere hatten sie nur noch Atzen, Ühe und Aninchen.

Wollten der Önig und die Önigin in die Stadt, so mussten sie auf Amelen reiten und die Leute konnten nur noch latschen statt klatschen und warfen mit Onfetti.

Die Menschen waren sehr traurig und wollten ihr K zurück haben. Sie gingen zum Zauberer und bettelten und jammerten, dass er ihnen das K zurück geben sollte. Der Zauberer überlegte und sagte: „Na gut, ihr bekommt es zurück. Aber dafür müsst ihr mir das K beibringen. Erst wenn ich es schreiben kann, bekommt ihr das K zurück.“ Damit waren die Menschen einverstanden und sie überlegten sich Aufgaben für den Zauberer. Sie zeigten ihm, wie man das k schreibt und er musste es immer wieder nachmalen, bis er es konnte. Da war der Zauberer sehr glücklich und sprach: „Schlangenbein und Spinnenhaar, das k das ist jetzt wieder da! Hokus, pokus, fidibus, das K nun wieder kommen muss! Ene, mene, 1,2,3 das k das zauber ich herbei!“ Und schwupp, da waren alle Ks wieder da! Zur Feier des Tages gab es ein großes Fest in Klauspommern mit Kringeln, Kartoffeln, Käse, Katzen, Kühen, Kamelen und Konfetti!

Informationen zu dieser Geschichte

Die Geschichte habe ich zur Einführung des Buchstaben „K“ genutzt. Es bietet sich an, verschiedene Aufgaben zum Üben des Buchstabens beispielsweise als Stationsarbeit an der Stelle zu beginnen, wo der Zauberer das K lernen soll. Die Schülerinnen und Schüler lernen dann sozusagen mit ihm zusammen das K – oder sie bekommen die Aufgabe, es ihm beizubringen. Die Stunde kann dann mit dem guten Ende der Geschichte abgeschlossen werden.

Achtung: Beim Vorlesen darauf achten, den Laut „K“ zu benutzen und nicht den Buchstabennamen „Ka“.