Gezeichtete Tiere (Elefant, Affe, Tiger und Nashorn), die nebeneinander tanzen

Kage, Erildu und Seegupard: Silben II

Ich hatte gestern einen ganz merkwürdigen Traum. Ich habe geträumt, dass ich im Zoo bin. Aber das war kein normaler Zoo, sondern ein ganz besonderer.

Ihr glaubt nicht, was ich im Traum für merkwürdige Tiere in diesem Zoo gesehen habe! Ich kann euch sagen, solche Tiere habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Damit ihr euch das vorstellen könnt, habe ich euch Bilder von den Tieren mitgebracht.

In einem Gehege war ein Tier, das sah vorne aus wie eine Ziege und hinten wie ein Kamel (entsprechendes Bild zeigen aus Vorderteil der Ziege und Hinterteil des Kamels). Da waren auch Schilder, wo drauf stand, wie die Tiere heißen. Die habe ich euch auch mitgebracht, damit ihr sie lesen könnt. Wisst ihr, wie das Tier heißt, das vorne eine Ziege aussieht und hinten wie ein Kamel? Ziemel! (Wortkarte zum Bild zeigen).

Und im gleichen Gehege war noch ein Tier, und das sah vorne aus wie ein Kamel und hinten wie eine Ziege (entsprechendes Bild zeigen). Wisst ihr, wie das heißt? Ka-ge! (Wortkarte)

Alle Tiere in diesem Zoo sahen aus. Da gab es ein Tier, das war vorne ein Elefant, in der Mitte ein Gorilla und hinten ein Kakadu (Bild). Sieht das nicht witzig aus? Könnt ihr euch denken, wie das Tier heißt? Das heißt Erildu (Wortkarte).
Und jetzt ratet mal, wie ein Seegupard aussieht. Das ist vorne ein Seelöwe, in der Mitte ein Känguru und hinten ein Leopard! (Bild). Schaut euch das an, ein Seegupard! (Wortkarte)

Sind das nicht komische Namen? (alle Namen werden noch einmal wiederholt)

Informationen zu dieser Geschichte

Wie in der ersten Geschichte zum Thema Silben dient diese Geschichte zur Hinführung der Arbeitsphase. Ich habe in meinem Unterricht zunächst eine Erarbeitung an der Tafel eingeschoben, bei der Bilder vom Elefanten, Gorilla und Kakadu an die Tafel gehängt, benannt und die Silben geschwungen wurden. Die Tiernamen wurden anschließend mit Silbenbögen angeschrieben und die erste, zweite und dritte Silbe durch 1,2,3 an der Tafel markiert.
Anschließend kam ein Bild des Fantasietiers „Erildu“ an die Tafel, dessen Silben geschwungen und mit Silbenbögen an die Tafel geschrieben wurden. Auch diese wurden mit 1,2,3 markiert. Dadurch wurde sichtbar gemacht, welche Silbe von welchem Tier für das Fanatsietier genutzt wurde.
Anschließend habe ich Karten verteilt, auf denen jeweils das Vorder-, Mittel- oder Hinterteil eines dreisilbigen Tieres mit der zugehörigen Silbe abgebildet war. Auf der Rückseite standen die Zahlen 1,2 oder 3. Die Schülerinnen und Schüler erhielten den Auftrag, Die Tierkarten zu lustigen Fantasietieren zusammensetzen, indem jeweils ein Vorder-, Mittel- und Hinterteil (1,2,3) zusammengesetzt wird. Die entstandene Fantasietiere wurden auf ein Plakat geklebt, die Namen Silbe für Silbe gelesen und zum Abschluss den anderen vorgestellt.

Die Karten lassen sich auch zur Gruppenbildung einsetzen, indem zunächst die „richtigen“ Tiere zusammengebaut werden müssen, sodass Dreiergruppen entstehen. Danach kann die Klasse in Gruppen eingeteilt werden (z.B. die Gorillas arbeiten mit den Elefanten und den Kakadus).

Da es sich hier um dreisilbige Wörter handelt, ist die Schwierigkeit höher als in der ersten Geschichte zum Thema Silben. Die Schülerinnen und Schüler müssen nun Anfang, Mitte und Ende (= erste, zweite und dritte Silbe) eines Wortes erkennen. Dennoch bieten sich auch hier die gleichen Möglichkeiten der Differenzierung: Schülerinnen und Schüler, die auf der ikonischen Ebene arbeiten und noch nicht lesen oder noch kein Verständnis der Einheit Silbe habe, können mit den Bildern arbeiten und sie zu lustigen Tieren zusammensetzen. Aber auch für lesende Schülerinnen und Schüler bieten sich verschiedene Schwierigkeitsgrade, wenn man sich die Mühe macht, die genutzen Silben in der Vorbereitung richtig zu analysieren: Aus wie vielen Lauten/Buchstaben besteht die Silbe? Wo sind offene, wo geschlossene Silben? Welche Silbe ist betont, welche unbetont? Unbetonte Nebensilben wie das „en“ in „schreiben“ sind deutlich schwieriger zu erkennen und zu verschriftlichen als klar betonte. Dies sollte bei der Zuordnung der Wörter und Silben für die Arbeitsphase beachtet werden.