Gezeichnetes Zebra vor dem Buchstaben Z

Kage, Ziemel und Löbra: Silben I

Ich war am Sonntag im Zoo und ihr glaubt nicht, was für merkwürdige Tiere ich da gesehen habe! Ich kann euch sagen, solche Tiere habe ich noch nie in meinem Leben gesehen.

In einem Gehege war ein Tier, das sah vorne aus wie eine Ziege und hinten wie ein Kamel entsprechendes Bild hochhalten aus Vorderteil der Ziege und Hinterteil des Kamels. Und wisst ihr, wie das Tier hieß? Das hieß Zie-mel!

Und im gleichen Gehege war noch ein Tier, und das sah vorne aus wie ein Kamel und hinten wie eine Ziege entsprechendes Bild hochhalten und wisst ihr, wie das hieß? Ka-ge!

Alle Tiere in diesem Zoo sahen aus. Da gab es ein Tier, das war vorne ein Nashorn und hinten ein Tiger entsprechendes Bild hochhalten. Das wurde Nasger genannt. Und daneben wohnte ein Tier, da war es umgekehrt, das war vorne wie ein Tiger und hinten wie ein Nashorn entsprechendes Bild hochhalten, und das hieß Tihorn.

Und ratet mal, wie ein Löbra aussieht? entsprechendes Bild hochhalten So sieht das aus! Vorne wie ein Löwe, und hinten wie ein Zebra. Und beim Zewe ist es umgekehrt entsprechendes Bild hochhalten, das ist vorne ein Zebra und hinten ein Löwe.

Und wisst ihr, was dann passiert ist? Der Zoowärter ist zu mir gekommen und hat gesagt: „Frau X, ich weiß nicht was ich machen soll. Wir haben hier ganz seltene Tiere im Zoo, ein Ziemel, eine Kage, einen Nasger, ein Tihorn, ein Löbra und ein Zewe. Aber wir wissen gar nichts über diese Tiere. Was frisst denn ein Löbra, das vorne Löwe und hinten Zebra ist? Fleisch für den Löwen oder Gras für das Zebra? Und wie soll das Gehege für eine Kage aussehen, die vorne Kamel und hinten Ziege ist? Sollen wir Steine hineinlegen für die Ziege zum Klettern oder soll alles flach sein für das Kamel? Ach, ich wünschte, wir hätten ganz normale Tiere, das wäre viel einfacher. Kannst du uns nicht helfen?“

Und wisst ihr, was ich dem Zoowärter geantwortet habe? Ich habe zu ihm gesagt: „Ich kann da leider nicht helfen, aber ich weiß, wer das kann. Meine Klasse XY kann das, die sind nämlich Experten für Silben, und Silben braucht man, um die Tiere wieder richtig zusammen zu setzen.“

Da hat sich der Zoowärter sehr gefreut und hat mir gesagt, dass ich das nächste mal, wenn ich in den Zoo komme, doch bitte die richtigen Tiernamen mitbringen soll.

(Überleitung zur Arbeitsphase mit dem Auftrag, die Tierbilder und die Namen wieder richtig zusammenzusetzen)

Informationen zu dieser Geschichte

Die Herangehensweise an das Thema Silben mit Hilfe von Fantasietieren ist bekannt. Die Tiere sehen witzig aus, wecken die Neugierde und haben interessante Namen. Diese Geschichte dient dazu, einen Arbeitsauftrag zu schaffen, der die Schülerinnen und Schüler motiviert, mit den Silben zu arbeiten.
Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung und auch der Differenzierung. Schülerinnen und Schüler, die auf der ikonischen Ebene arbeiten und noch nicht lesen, können die Tierbilder wieder richtig zusammensetzen, sodass existierende Tiere entstehen. Aber auch für lesende Schülerinnen und Schüler bieten sich verschiedene Schwierigkeitsgrade, wenn man sich die Mühe macht, die genutzen Silben in der Vorbereitung richtig zu analysieren: Aus wie vielen Silben besteht das Wort? Aus wie vielen Lauten/Buchstaben besteht die Silbe? Wo sind offene, wo geschlossene Silben? Welche Silbe ist betont, welche unbetont? Unbetonte Nebensilben wie das „en“ in „schreiben“ sind deutlich schwieriger zu erkennen und zu verschriftlichen als klar betonte. Dies sollte bei der Zuordnung der Wörter und Silben für die Arbeitsphase beachtet werden.