Gezeichnetes Haus mit schneebedecktem Dach, schneebedeckte Tannen im Hintergrun, beleuchtete Fenster, Rauch steigt aus dem Kamin

Der Schneemann. Eine Wintergeschichte.

Es waren einmal zwei Kinder, die lebten in einem Haus mit einem großen Garten. Der Winter kam und es wurde kalt und dunkel. Und als an einem schönen Sonntagmorgen die Sonne aufging und die Kinder wach wurden, was sahen sie da vor ihrem Fenster?
Es hatte geschneit! Der ganze Garten war weiß. Sofort liefen sie nach draußen zum Spielen. Sie wollten einen Schneemann bauen.

Am Sonntag rollten sie eine Kugel im Schnee. Aber fertig war der Schneemann immer noch nicht.

Am Montag rollten sie zwei Kugeln im Schnee, aber fertig war der Schneemann immer noch nicht.

Am Dienstag stellten sie die drei Kugeln aufeinander, aber fertig war der Schneemann immer noch nicht.

Am Mittwoch bekam der Schneemann vier Knöpfe angesteckt. Jetzt sah er aus, als hätte er einen Mantel an. Aber fertig war der Schneemann immer noch nicht.

Am Donnerstag bekam der Schneemann fünf Steine als Mund ins Gesicht. Aber fertig war der Schneemann immer noch nicht.

Am Freitag bekam der Schneemann zwei Steine als Augen, eine Karotte als Nase, zwei Äste als Arme, einen Hut auf den Kopf und einen Schal um den Hals.
An diesem Abend hatten die Kinder ganz kalte Hände, weil sie so viel im Schnee draußen waren.

Der nächste Tag war ein Samstag. Den Kindern ging es schon viel besser. Endlich war der Schneemann fertig! Den ganzen Tag spielten sie im Schnee.
Abends kuschelten sie sich in ihre warmen Betten und schliefen tief und fest. Winter ist eine tolle Zeit!

Informationen zu dieser Geschichte

Einige Bilder dieser Geschichte entstammen nicht der Seite pixabay.com, sondern wurden von mir mit libre office erstellt (z.B. die Schneekugeln). Sie dürfen aber im Sinne der Nutzungsrechte des Blogs verwendet werden.

Diese Geschichte basiert auf ähnlichen Grundlagen wie die Geschichten „Das Eichhörnchen auf Futtersuche“ und „Warten auf Weihnachten“. Sie wurde ebenfalls für den Erstunterricht geschrieben und greift die gleichen Lerninhalte, insbesondere die Wochentage, die Zahlen von 1 bis 5 und die Jahreszeit Winter, auf.

Auch das Vorlesen lässt sich ähnlich gestalten und die Wochentage können wieder von den Schülerinnen und Schülern reihum benannt und die abgebildeten Dinge gezählt werden. An der Textstelle, an der von den kalten Händen die Rede ist, habe ich außerdem reihum die Hände der Kinder gerieben. Dieser Einbezug der taktilen Wahrnehmung ist insbesondere für SchülerInnen mit einer Schwerstmehrfachbehinderung sinnvoll.
Erneut lassen sich verschiedenste thematisch anknüpfende Arbeitsangebote zu Mathematik, Deutsch und Sachunterricht gestalten.

Selbst wenn die Struktur der Geschichte noch sehr ähnlich zu den ersten beiden Geschichten ist, die ich für den Erstunterricht geschrieben habe, findet hier eine kleine Erweiterung statt. Am Freitag werden nun nicht mehr nur die einzelnen Dinge aufgezählt, sondern mit der Formulierung „als xy“ und den Präpositionen „um“ und „auf“ erweitert. Dies steigert die Komplexität der Sätze und macht die SchülerInnen auf eine neue Gestaltungsmöglichkeit aufmerksam.