Der Bär auf Futtersuche

Es war einmal ein Bär, der in einem tiefen Wald lebte. Den ganzen Winter lang hatte er in seiner Höhle geschlafen.

Der Frühling kam und es wurde hell und warm. Und als an einem schönen Sonntagmorgen die Sonne aufging, wurde der Bär wach und streckte seinen Kopf aus der Höhle. Er hatte einen Bärenhunger. Der Bär machte sich auf den Weg, um Futter zu suchen, um bärenstark zu werden, denn er war noch ganz schwach von seinem langen Winterschlaf.

Sonntag fand er eine Brombeere. Aber satt war er noch immer nicht.

Am Montag fand er zwei Himbeeren. Aber satt war er noch immer nicht.

Am Dienstag fand er drei Erdbeeren. Aber satt war er noch immer nicht.

Am Mittwoch fand er vier Blaubeeren. Aber satt war er noch immer nicht.

Am Donnerstag fand er fünf Johannisbeeren. Aber satt war er noch immer nicht.

       

Am Freitag fand er: einen Fisch im Bach, eine Honigwabe auf dem Baum, einen Pilz hinter der Höhle, eine Haselnuss neben einem Blatt und eine Ameise unter einem Stein. An diesem Abend hatte er Bauchschmerzen, weil er so viel gefressen hatte.

       

 

Der nächste Tag war ein Samstag. Dem Bären ging es schon viel besser. Den ganzen Tag kletterte er auf Bäume und schwamm im Bach. Abends lag er in der warmen Frühlingssonne vor seiner Höhle und schlief tief und fest. Wie schön war es doch, dass der Winter endlich vorbei war und der Frühling da war!

Informationen zu dieser Geschichte

Diese Geschichte basiert auf ähnlichen Grundlagen wie die Geschichten „Das Eichhörnchen auf Futtersuche“ „Warten auf Weihnachten“ und „Der Schneemann“ Sie wurde ebenfalls für den Erstunterricht geschrieben und greift die gleichen Lerninhalte, insbesondere die Wochentage, die Zahlen von 1 bis 5 und die Jahreszeit Frühling, auf.

Auch das Vorlesen lässt sich ähnlich gestalten und die Wochentage können wieder von den Schülerinnen und Schülern reihum benannt und die abgebildeten Dinge gezählt werden. An der Textstelle, an der von den Bauchschmerzen die Rede ist, können die Bäuche der Kinder gerieben werden. Dieser Einbezug der taktilen Wahrnehmung ist insbesondere für SchülerInnen mit einer Schwerstmehrfachbehinderung sinnvoll.
Erneut lassen sich verschiedenste thematisch anknüpfende Arbeitsangebote zu Mathematik, Deutsch und Sachunterricht gestalten. Insbesondere im Sachunterricht können die Verhaltensweisen und Ernährungsgewohnheiten der Tiere im Winter und im Frühling aufgegriffen werden.
So wie in der Geschichte vom Schneemann erweiteren Präpostionen die Komplexität der Geschichte. Dies lässt sich mit dem Mathematikunterricht verknüpfen, wenn es um lokale Präpostionen (auf, unter, neben…) geht.